Die letzten Jahre der Weimarer Republik gehören zu den turbulentesten der deutschen Geschichte. Weltwirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit, die Bewegung aller Klassen und die Fehler der SPD und KPD führten schließlich zum Aufstieg der NSDAP, der Zerschlagung der bürgerlichen Demokratie und der Errichtung der Hitler-Diktatur.Doch der Faschismus war keine zwangsläufige Folge der Krise. Die deutsche Arbeiterbewegung verfügte über Millionen organisierter Arbeiter und eine enorme gesellschaftliche Macht. Trotzdem gelang es ihr nicht, den Aufstieg der Nazis zu verhindern.Das lag an der Sozialfaschismustheorie der KPD, welche die SPD zum Hauptfeind erklärte und damit einer gemeinsamen Abwehr des Faschismus entgegenstand. Demgegenüber stand Trotzkis Forderung nach einer Einheitsfront der Arbeiterorganisationen.Die Geschichte der Weimarer Republik zeigt, wie sich in einer tiefen kapitalistischen Krise die Kräfteverhältnisse zwischen Kapital, Arbeiterbewegung und Kleinbürgertum verschieben können und unter welchen Bedingungen die herrschende Klasse auf den Faschismus setzt.Sie zeigt zugleich, wie wichtig eine konkrete Analyse der Klassenverhältnisse, eine richtige politische Perspektive und eine revolutionäre Führung der Arbeiterklasse sind.

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