Die Linkspartei kündigt Widerstand gegen die Kürzungspolitik der Bundesregierung an und will bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl am 20. September selbst die Regierung übernehmen. Ihr Wahlprogramm verspricht, Berlin „bezahlbar zu machen“ und die großen Immobilienkonzerne zu enteignen. Doch wie realistisch sind diese Versprechen? Dafür werfen wir einen Blick auf die Geschichte Berlins seit dem Zweiten Weltkrieg und ziehen eine Bilanz der bisherigen Regierungsbeteiligungen der Linkspartei in Berlin. Deindustrialisierung, Privatisierungen, der Ausverkauf öffentlichen Eigentums und der Berliner Bankenskandal zeigen, wie eng die Entwicklung der Stadt mit den Interessen des Kapitals verbunden ist. Zugleich zeigt die Erfahrung, dass reformistische Politik diese Verhältnisse nicht grundlegend verändern kann, sondern immer wieder gezwungen ist, die Krise des Kapitalismus mitzutragen.Was bedeutet das für die Haltung von Kommunisten zur Linkspartei und zur Berliner Abgeordnetenhauswahl? Welche Möglichkeiten bietet die Wahl für den Klassenkampf? Und wo liegen die Grenzen des reformistischen Programms der Linkspartei?

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