Nicht wenige Menschen behandeln ihre Arbeit wie einen Zahnarztbesuch: möglichst selten hingehen und in der Zeit dort an etwas anderes denken. Die Zahlen aus Deutschland zeigen, wie verbreitet das ist. Nur jeder Dritte würde seinen Job Freunden empfehlen, und 9 von 10 Menschen arbeiten auf Sparflamme.
Arbeitsforscher Dr. Hans Rusinek will das nicht hinnehmen. In seinem neuen Buch „Reclaim Work – Für eine Arbeitswelt, die wieder Hoffnung macht“ zeigt er, wie wir uns die gute Arbeit zurückholen können. Mit mir spricht er darüber, warum Arbeit weit mehr ist als „Human Capital“. Sie prägt unsere psychische Gesundheit, unser Erleben von Macht und sogar unser Verhalten an der Wahlurne. Und sie ist einer der letzten Orte, an denen wir Menschen begegnen, die wir uns nicht selbst ausgesucht haben.
Darüber sprechen wir:
– warum der Beruf „Wirtschaftsethiker“ auf einer Party klingt wie ein Widerspruch in sich
– Joy Multipliers: Menschen, deren Hingabe an ihre Arbeit auf alle um sie herum abfärbt
– warum 11 Cristiano Ronaldos kein gutes Team ergeben und Leistung immer ein soziales Ergebnis ist
– den Einzelkämpfer-Bias in Bewerbungsverfahren und die Idee eines Anti-CV
– warum wir bei Debatten über „faule“ Beschäftigte auf die Verhältnisse schauen sollten statt auf das Verhalten
– was KI für Einstiegsjobs bedeutet und warum Unternehmen damit ihre Nachwuchspipeline gefährden
– Bildung nach Peter Bieri und warum die Zukunft den Lernenden gehört
– Zumutungs- und Ermutigungsinterviews: wie Hans für sein Buch zugehört hat
– warum Humor für ihn eine sehr ernste Sache ist und was es mit seinem Klapphandy am Wochenende auf sich hat
Dr. Hans Rusinek forscht an der Universität St. Gallen zur Zukunft der Arbeit und lehrt als Visiting Lecturer an der ESMT Berlin. Zuvor war er Strategiedirektor bei der Boston Consulting Group und hat die Purpose-Beratung BrightHouse mit aufgebaut. Sein erstes Buch „Work-Survive-Balance“ wurde ein Bestseller. „Reclaim Work“ erscheint am 30. September 2026 im Kösel-Verlag.
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