In der Person Jesu Christi hat sich Gott den Menschen vollkommen und unmissverständlich offenbart. Die heilige Schrift bezeugt, dass der Schöpfer von Anbeginn ein redender Gott ist, der den Menschen nach seinem Bild und Gleichnis erschaffen hat, um eine tiefgreifende Beziehung mit ihm zu leben. Während die Offenbarung Gottes in der Schöpfung, im menschlichen Gewissen oder in geschichtlichen Ereignissen durch den Sündenfall verdunkelt und verzerrt wurde, erstrahlt sein Wesen in seinem eingeborenen Sohn in absoluter Klarheit. Christus ist die Ausstrahlung der göttlichen Herrlichkeit und der genaue Abdruck seines Wesens. Wer ihn sieht, sieht den Vater. In ihm wird die Erhabene Grösse des Schöpfers greifbar, der seinen Geschöpfen voller Gnade und Wahrheit begegnet. Seinen tiefsten Höhepunkt findet dieses Offenbarungsgeschehen am Kreuz von Golgotha. An diesem Ort treffen die Abgründe menschlicher Bosheit und die unermessliche Fülle der göttlichen Eigenschaften aufeinander: In stellvertretender Hingabe offenbaren sich Gottes vollkommene Heiligkeit, absolute Gerechtigkeit und seine bedingungslose Liebe zu den Verlorenen. Das Versöhnungswerk am Kreuz widerlegt die alte Lügenbotschaft, Gott meine es nicht gut mit den Menschen, und ruft zur Umkehr auf. Der Glaube an den auferstandenen Herrn ist dabei keine eigene Leistung, sondern ein kapitulierendes Ergreifen der ausgestreckten Hand Gottes. Dieser Zuspruch schenkt dem Gläubigen im Alltag unverrückbaren Halt, tröstet in Leiden und richtet das Leben fest auf die ewige Hoffnung aus.
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