Study Snacks - Rheumatologie
Avsnitt

Langfristige Wirksamkeit nicht-chirurgischer Therapien bei chronischen Rückenschmerzen: Was aktuelle Evidenz zu nachhaltigen Effekten tatsächlich zeigt

Dela

Chronische Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen. Leitlinien empfehlen zahlreiche nicht-chirurgische Interventionen. Diese Empfehlungen beruhen jedoch überwiegend auf Studien mit kurzer bis mittlerer Beobachtungsdauer. Viele Daten reichen nur wenige Monate nach Therapieende. Rückenschmerzen verlaufen jedoch oft über Jahre und zeigen fluktuierende Muster. Eine Behandlung, die kurzfristig hilft, wirkt nicht zwingend langfristig. Gleichzeitig sind die gesellschaftlichen und ökonomischen Folgen erheblich. Menschen mit chronischen Rückenschmerzen verursachen etwa doppelt so hohe Gesundheitskosten wie Personen ohne Beschwerden. Eine Kohortenstudie zeigt, dass zwei Drittel der Betroffenen ein Jahr nach Beginn der Schmerzen weiterhin unter Einschränkungen leidet. Viele empfohlene Interventionen wie etwa Bewegung, passive Maßnahmen oder Medikamente wirken zu Beginn. Unklar bleibt jedoch, ob und wie lange diese Effekte nach Therapieende bestehen bleiben. Besonders relevant in diesem Kontext sind Interventionen wie kognitive Verhaltenstherapie oder Schmerzaufklärung, die Überzeugungen, Verhalten und Selbstmanagement stärken. Diese haben das Potenzial für eine längerfristige Wirksamkeit.Forscher gingen nun der Frage nach, welche nicht-chirurgischen Interventionen nachweisbare, langfristige Vorteile bieten. Hierfür bewerteten sie die langfristige Wirksamkeit verschiedener nicht-chirurgischer Behandlungsformen. Sie kamen zu dem Resultat, dass die kognitive Verhaltenstherapie, Achtsamkeit, Bewegung und multidisziplinäre Versorgung langfristige Vorteile bringen könnten. Die Effekte sind jedoch meist gering und die Evidenzstärke ungewiss.

Link zur Studie (PubMed): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40449512/

Jenkins HJ et al. Long-term effectiveness of non-surgical interventions for chronic low back pain: a systematic review and meta-analysis. Lancet Rheumatol 2025; 7:e607-e617

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