Ende September treffen Donald Trump und Xi Jinping in Washington zu ihrem dritten persönlichen Gespräch innerhalb eines Jahres zusammen. Es ist der erste Staatsbesuch eines chinesischen Präsidenten in den Vereinigten Staaten seit mehr als zehn Jahren. Die Erwartungen sind hoch – doch die Differenzen zwischen beiden Ländern bleiben tief. Zwar haben sich Washington und Peking in den vergangenen Monaten in einzelnen Bereichen wieder angenähert. In den zentralen Streitfragen gibt es jedoch kaum Fortschritte: Handelskonflikte, Exportkontrollen, Taiwan, der Wettbewerb um Schlüsseltechnologien und der wachsende Einfluss beider Staaten auf die internationale Ordnung sorgen weiterhin für Spannungen. Besonders deutlich wird die Rivalität im Technologiebereich. Der Wettlauf um Künstliche Intelligenz, Halbleiter und digitale Infrastruktur ist längst zu einer Frage wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit, nationaler Sicherheit und geopolitischer Macht geworden. Welche Ziele verfolgen die Vereinigten Staaten und China langfristig? Wo ist Zusammenarbeit noch möglich – und wo überwiegt der strategische Wettbewerb? Welche Rolle kann Europa zwischen beiden Großmächten einnehmen? Darüber sprechen wir in dieser Folge von America's Choice. Moderiert von Dr. Stormy-Annika Mildner, Direktorin des Aspen Institute Germany, analysieren Dana Heide, seit Anfang 2026 US-Korrespondentin des Handelsblatts in Washington, D.C. und zuvor mehrere Jahre China-Korrespondentin für das Handelsblatt in Peking, und Mikko Huotari, Direktor des Mercator Institute for China Studies (MERICS) in Berlin, die strategischen Ziele Washingtons und Pekings, den Wettlauf um technologische Führungsfähigkeit und die Frage, welche Konsequenzen sich daraus für Europa und die globale Ordnung ergeben. 

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