America's Choice
Avsnitt

From America First to the Donroe Doctrine: US-Außenpolitik im Wandel

Dela

Venezuela, Iran – und als Nächstes Kuba? Drohungen gegen Grönland, Krieg im Nahen Osten: Folgt die US-Außenpolitik noch einer Strategie – oder nur noch der Logik von Macht und Gelegenheit? Und was bedeutet dies für Europa und Deutschland?

Donald Trump war 2024 mit dem Versprechen angetreten, Amerika aus neuen Kriegen herauszuhalten. Rund ein Jahr nach Beginn seiner zweiten Amtszeit zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Die USA stehen erneut im Zentrum mehrerer Konflikte – von der Intervention in Venezuela bis zum Krieg mit Iran, flankiert von Drohungen gegenüber weiteren Staaten sowie Überlegungen, strategisch relevante Territorien wie Grönland stärker unter US-amerikanischen Einfluss zu bringen.

Was als „America First“ begann – die Begrenzung internationaler Verpflichtungen und die Priorisierung innenpolitischer Interessen – ist zur sogenannten „Donroe-Doktrin“ geworden. In ihrem Zentrum steht die Sicherung geopolitischer Einflusszonen, der Zugang zu strategischen Ressourcen sowie die Abschreckung und Begrenzung rivalisierender Mächte. Militärische Interventionen, ökonomischer Druck und politische Einflussnahme scheinen dabei nicht mehr als Ausnahme, sondern als legitime Instrumente einer interessengeleiteten Außenpolitik verstanden zu werden.

Für Europa und insbesondere Deutschland bedeutet dies eine grundlegende strategische Herausforderung. Einerseits bleiben die USA zentraler sicherheitspolitischer Partner, andererseits verliert die transatlantische Beziehung an Verlässlichkeit und Berechenbarkeit. Gleichzeitig wird Europa zunehmend als nachrangiger Akteur in der US-amerikanischen Prioritätensetzung wahrgenommen und muss sich stärker eigenständig positionieren.

Darüber sprechen wir in der heutigen Folge von America’s Choice” mit unseren großartigen Gästen Gudrun Engel und Omid Nouripour.

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