250 Jahre USA – doch woran genau wird eigentlich erinnert? Zum Jubiläum der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika wird gefeiert, gewürdigt und zurückgeblickt. Gleichzeitig wird über kaum etwas so intensiv gestritten wie über die Geschichte des Landes selbst. Was gehört ins Zentrum der nationalen Erzählung? Welche Perspektiven wurden lange ausgeblendet? Und wer entscheidet darüber, wie sich Amerika an seine Vergangenheit erinnert?
Geschichte ist nie nur Vergangenheit. Jede Generation blickt mit anderen Fragen auf dieselben Ereignisse und schreibt die nationale Erzählung ein Stück weit neu. Gerade im Jubiläumsjahr 2026 wird sichtbar, wie eng die Debatten über die amerikanische Vergangenheit mit den politischen Konflikten der Gegenwart verknüpft sind.
Auch die Trump-Administration hat die Geschichtspolitik zu einem zentralen politischen Thema gemacht. Ob bei den Feierlichkeiten zum 250. Jubiläum, in Debatten über Schulcurricula, Denkmäler oder nationale Gedenkorte – immer wieder geht es um die Frage, welche Geschichte die Vereinigten Staaten über sich selbst erzählen wollen.
In dieser Folge von „America’s Choice“ sprechen wir mit Dr. Petra Dolata, Associate Professor für Geschichte an der University of Calgary (Kanada), und Dr. Petra Gödde, Professorin für transnationale Geschichte und die Geschichte der US-Außenbeziehungen an der Temple University (Philadelphia, USA) sowie Mitherausgeberin (Co-Editor) der Fachzeitschrift Diplomatic History, über die wechselnden Deutungen der US-amerikanischen Geschichte, die Bedeutung öffentlicher Erinnerungskultur und die politische Kraft historischer Narrative. Warum erzählt jede Generation die Geschichte Amerikas anders? Und was verraten die aktuellen Debatten über Vergangenheit, Politik, Identität und gesellschaftlichen Wandel in den USA von heute?
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