„Sag Hallo!“, „Sag Danke!“, „Entschuldige dich!“ – soziale Regeln gehören ganz selbstverständlich zum Familienalltag. Aber wie lernen kleine Kinder eigentlich soziales Verhalten? Reicht Vorleben oder müssen wir bestimmte Regeln aktiv beibringen?

In dieser Folge schauen wir darauf, wie Kinder soziale Regeln und Rücksichtnahme entwickeln und welche Rolle Eltern dabei spielen. Kinder lernen viel durch Beobachtung: Sie schauen sich ab, wie wir andere begrüßen, Konflikte lösen, Grenzen respektieren und uns nach einem Streit wieder annähern. Gleichzeitig brauchen sie Orientierung, Sprache und die Möglichkeit, soziale Situationen mit unserer Unterstützung zu üben.

Wir sprechen über ganz alltägliche Situationen: Muss ein Kind jedem Hallo sagen? Sollte es sich für ein Geschenk bedanken? Und muss es „Entschuldigung“ sagen, wenn es ein anderes Kind verletzt hat? Dabei geht es auch um die Frage, wann aus einer sozialen Regel unnötiger Druck wird – und warum es einen Unterschied macht, ob wir Verhalten anleiten oder das Kind dafür moralisch bewerten.

Auch das Thema Ausgrenzung kommt zur Sprache: Was tun, wenn das eigene Kind andere ausschließt oder selbst ausgeschlossen wird? Wann sollten Eltern eingreifen und wann dürfen Kinder soziale Konflikte selbst lösen?

Und schließlich fragen wir: Wo endet soziale Kompetenz und wo beginnt People Pleasing? Kinder sollen lernen, die Bedürfnisse anderer wahrzunehmen und Rücksicht zu nehmen. Sie sollen aber nicht lernen, dass sie nur dann „gut“ sind, wenn sie Erwartungen erfüllen, niemanden enttäuschen oder die eigenen Bedürfnisse zurückstellen. Denn soziale Kompetenz bedeutet nicht, es allen recht zu machen – sondern Beziehungen gestalten zu können und dabei auch bei sich selbst zu bleiben.

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Quellen: 

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Bandura, A. (1977). Social learning theory. Prentice-Hall.

Haines, J. E., & Schutte, N. S. (2023). Parental conditional regard: A meta-analysis. Journal of Adolescence, 95, 195–209.

Roth, G., Assor, A., Niemiec, C. P., Ryan, R. M., & Deci, E. L. (2009). The emotional and academic consequences of parental conditional regard: Comparing conditional positive regard, conditional negative regard, and autonomy support as parenting practices. Developmental Psychology, 45(4), 1119–1142.

Weissberg, R. P., Durlak, J. A., Domitrovich, C. E., & Gullotta, T. P. (2015). Social and emotional learning: Past, present, and future. In J. A. Durlak, C. E. Domitrovich, R. P. Weissberg, & T. P. Gullotta (Eds.), Handbook of social and emotional learning: Research and practice (pp. 3–19). Guilford Press.

Music for Creators. (n.d.). Upbeat motivational acoustic corporate [Music]. Free Music Archive. https://freemusicarchive.org

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