"Liefern" erzählt die (fiktiven) Leben von sogenannten "Riders", Essenslieferanten, die in einer globalisierten Welt ein neues, migrantisches Proletariat bilden. Sie bewegen sich in globalisierten Städten, auf den Straßen von Neu Delhi, Tel Aviv, Buenos Aires, Istanbul und Berlin, oder sie pflücken Rosen für den Valentinstag in einer kenianischen Rosenfarm. Auch sie sind global miteinander vernetzt, am Handy findet ihr Leben statt. Arm und Reich begegnen sich im globalen Raum, überwacht vom Kunden. Stephan Ozsváth hat mit Tomer Gardi über das globalisierte Prekariat gesprochen, Gamification im Roman und die Rolle des Schriftstellers in der Gesellschaft. Das Buch Tomer Gardi: Liefern. Tropen. 320 Seiten, 25 Euro. Stephan empfiehlt Lavinia Braniste: Null Komma Irgendwas. Mikrotext. 280 Seiten, 25 Euro. Tomer empfiehlt Emmanuel Carrère: D´autres vies que la mienne. Gallimard. 333 Seiten. Der Autor Tomer Gardi ist 1974 im Kibbuz Dan in Galiläa geboren. Er lebt als Schriftsteller in Berlin. Sein Debüt "Stein, Papier" erschien auf Hebräisch und 2013 in deutscher Übersetzung. 2016 erschien sein Roman "Broken German". Für den Roman "Eine runde Sache" erhielt er 2022 den Preis der Leipziger Buchmesse. Seine Arbeiten wurden mehrfach mit renommierten Stipendien gefördert. Der Ort Liefer-HUB in Berlin Kreuzberg

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