Mit klopfendem Herzen saß ich Dr. Stephen Porges gegenüber, dem Begründer der Polyvagaltheorie, den ich für einen früheren Wurzeln & Flügel Onlinekongress interviewen durfte. Obwohl mein Kopf wusste, dass keine Gefahr bestand, reagierte mein Körper anders. In dieser Essay-Folge schaue ich mit dir an, warum unser Nervensystem Ungewissheit oft als Bedrohung liest, und wie du deine eigenen Nervensystemzustände besser erkennen kannst.
In dieser Folge:
Die Polyvagaltheorie einfach erklärt: vorderer und hinterer Vagusnerv, Sympathikus
Mein Interview mit Stephen Porges: was Ungewissheit im Nervensystem auslöst und wie wir damit umgehen können
Drei Nervensystemzustände zum Wiedererkennen: Sicherheit, Mobilisierung, Rückzug
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Neu hier? Start hier: Trailer: „VerbundenSein – Worum es hier geht“ Kurzimpuls: „Von inneren Drachen und Prinzessinnen …“ Einstiegsepisode (Essay): „Wenn’s dir irgendwie nicht gut geht: Vom Nebel zur Klarheit in 4 Schritten“
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Worum es heute in der Tiefe geht
Unser Nervensystem ist ständig auf Empfang für Signale von Sicherheit oder Bedrohung. Ungewissheit gehört für die meisten von uns zu den Signalen, die als Gefahr gedeutet werden, auch dann, wenn objektiv nichts Bedrohliches im Raum ist. Ich erzähle dir von meinem Interview mit Stephen Porges, dem Begründer der Polyvagaltheorie, und davon, wie meine eigene Nervosität vor dem Gespräch genau das gezeigt hat: mein Kopf wusste, dass ich sicher bin, mein Körper reagierte trotzdem.
In dieser Folge bekommst du eine kompakte Einordnung der Polyvagaltheorie (vorderer und hinterer Vagusnerv, Sympathikus), einen Einblick in das damalige Interview mit Porges, und wir schauen gemeinsam darauf, warum frühe Bindungs- und Trennungserfahrungen, etwa im Kontext von Adoption, unser Nervensystem besonders wachsam für Ungewissheit machen können.
Drei Nervensystemzustände zum Wiedererkennen
Am Ende der Folge beschreibe ich drei Grundzustände, aus denen dein Nervensystem heraus agieren kann:
Sicherheit und Verbindung: präsent, offen, ruhiger Atem
Mobilisierung bei Bedrohung: Kampf und Flucht, aber auch die leisere, nach innen gerichtete Form als innere Anspannung oder Selbstkritik
Immobilisierung bei Bedrohung: Rückzug und Schutz, Erstarrung, innere Taubheit, wenn Kampf oder Flucht keine Option sind
Nimm dir gern einen Moment und spüre nach:
In welchem Zustand befindest du dich gerade?
Woran erkennst du das, an deinem Atem, deiner Muskelspannung, deinen Gedanken?
Was würde dir jetzt helfen, dich ein Stück mehr in Richtung Sicherheit zu bewegen?
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Links und nächster Schritt
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Hinweis
Dieser Podcast ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Wenn du dich in einer akuten Krise befindest, hol dir bitte Unterstützung vor Ort.