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Das fünfte Kapitel des Buches Esra berichtet von der Wiederaufnahme des Tempelbaus in Jerusalem nach einem jahrelangen Baustopp. Der Stillstand war jedoch nicht nur eine Folge des Widerstands durch König Artaxerxes, sondern offenbarte ein tieferes geistliches Problem: Das Volk hatte seine Prioritäten verschoben und sich auf den Ausbau der eigenen, getäfelten Häuser konzentriert, während das Haus Gottes in Trümmern lag. In dieser Situation sendet Gott die Propheten Haggai und Sacharja, die das Volk zur echten Buße und zur Neuausrichtung ihrer Herzen aufrufen. Unter der Leitung von Serubbabel und Jeschua kehren die Juden um und nehmen gemeinsam den Bau wieder auf. Als daraufhin der persische Statthalter Tatnai eingreift und einen kritischen Bericht an König Darius sendet, bekennt sich das Volk mutig als Knechte des Gottes des Himmels. Sie erleben dabei konkret, wie das Auge ihres Gottes schützend über ihnen wacht und das Werk trotz Gegenwind weitergeführt werden kann.


Für Christen heute enthält dieses Kapitel die Mahnung, die eigenen Lebensprioritäten immer wieder aufrichtig zu prüfen. Wenn der Fokus auf irdische Belange gerichtet wird und das Reich Gottes vernachlässigt bleibt, geht geistlicher Segen verloren. Doch der Herr redet auch heute durch sein Wort zu den Gläubigen, um sie wie durch die Propheten damals zur Umkehr und zur Mitarbeit am Bau seiner Gemeinde zu rufen. Widerstand und Rückschläge gehören untrennbar zur Nachfolge dazu. Wer jedoch seine Anliegen im Gebet vor Gott bringt und sich ohne Menschenfurcht zum Auftrag Christi bekennt, wird den wahren Frieden Gottes erleben und erfahren, wie der Herr alle nötige Kraft für ein gottgefälliges Leben schenkt.

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