Ich habe mit Nora und ihrem Sohn Benjamin gesprochen: Er ist 16 Jahre alt, hochbegabt, hat ADHS und Autismus, und hat dieses Jahr keinen Schulabschluss gemacht. Nicht weil er es nicht könnte. Sondern weil ein System, das nur für ein einziges Neuroprofil gebaut ist, ihm schlicht keinen Raum gelassen hat.
Mit dabei ist seine Mutter Nora, die die letzten Jahre an seiner Seite gekämpft hat: durch Schulabsentismus, Behördengänge, Umzüge, depressive Phasen, Familienkonflikte und Schulen, die mehr versprochen haben, als sie halten konnten.
Was in dieser Folge deutlich wird: Das hier ist keine Geschichte des Scheiterns. Es ist eine Geschichte darüber, was passiert, wenn ein Kind jahrelang versucht, in ein System zu passen, das nicht für es gemacht ist und was es braucht, um trotzdem aufrecht zu bleiben.
Themen dieser Folge:
Wie eine Montessori-Grundschule der einzige Ort war, der wirklich funktioniert hat
Warum der Übergang zum Gymnasium alles verändert hat
Wie aus einzelnen Fehltagen zweieinhalb Jahre Schulabsentismus wurden
Was Machtungleichgewichte im Schulsystem mit neurodivergenten Kindern machen
Wie Schulabsentismus eine ganze Familie an ihre Grenzen bringt
Und warum Nora und Benjamin trotzdem sagen: Wir stehen wieder auf
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