In dieser Folge hatte ich Hans Ratzmann von quiteBOLD zum zweiten Mal bei mir im virtuellen Studio zu Gast – und diesmal ging's ans Eingemachte: Wie funktioniert Reporting im Marketing eigentlich richtig, und warum machen es so viele falsch? Hans hat aus seiner Erfahrung als Agenturinhaber und Unternehmensberater erklärt, wo die größten Baustellen liegen. Das Kernproblem: Die meisten Reportings sind reine Excel-Tapeten voller Kennzahlen, aber ohne echte Handlungsempfehlungen. Statt endlos KPIs aufzulisten, plädiert Hans für sein Prinzip „Fact – Learning – Recommendation" – also jede Erkenntnis direkt mit einem Insight und einer konkreten Empfehlung auf einem Slide bündeln, sodass auch der Ansprechpartner auf Kundenseite das Ganze intern weitertragen und präsentieren kann. Wir haben außerdem darüber gesprochen, warum viele Marketer auf die falschen Kennzahlen schauen – etwa eine starke Click-Through-Rate feiern, aber den Cost per Click oder den tatsächlichen Return on Ad Spend komplett ignorieren. Ich habe mein eigenes Beispiel geteilt, wie ich mit einem KI-Analysetool unsere Newsletter Schritt für Schritt optimiert habe, und wir haben diskutiert, wie KI beim Reporting helfen kann – vor allem beim Erkennen von Anomalien und beim Aufbereiten von Daten, während die inhaltliche Interpretation und das Stakeholder-Management weiterhin Menschensache bleiben. Hans' drei wichtigste Tipps: Erstens, definiere einen einzigen Erfolgs-KPI, der wirklich zählt. Zweitens, starte mit der Empfehlung und arbeite rückwärts zu den Daten. Drittens, alles aus dem Reporting streichen, woraus keine konkrete Handlung entsteht.
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