Lange galten Kinder ausschliesslich als potentielle Opfer von «Hexen»: sie würden in Ritualen gekocht und verspeist, ihre Knochenasche zu Salben und Tinkturen vermischt, die unsichtbar machten.

Kinder waren ebenso Zeug:innen in Prozessen gegen Verwandte, meist Mütter oder Grossmütter.

Aber schliesslich kamen sie auch als Täter:innen in die Fänge der Justiz; 1571 wurde ein erstesKind nach einem Hexenprozess hingerichtet.

 

Literatur (Auswahl):

Bart,  Philippe. Hexenverfolgungen in derInnerschweiz. In: Der Geschichtsfreund, 2005. 

Behringer, Wolfgang. Kinderhexenprozesse. Zur Rolle von Kindern in der Geschichte der Hexenverfolgung. In: Zeitschriftfür historische Forschung, 1989.

Bettlé, Nicole. Wenn Saturn seine Kinder frisst. Kinderhexenprozesse und ihre Bedeutungals Krisenindikator. Bern, 2013.

Binz-Wohlhauser, Rita. Kinder in den Freiburger Hexenprozessen. In: Freiburger Geschichtsblätter, 2020.

Decker, Rainer. «Ihre Prozessführung verstösst auch gegen das Naturrecht»: wie dierömische Inquisition 15 Bündner Hexenkindern das Leben rettete. In: Bündner Monatsblatt, 1999, 3.

Jäggi, Stefan. Hexenverfolgung im Luzerner Wiggertal. In: Heimatkunde Wiggertal, 2022.

Weber, Hartwig. Die besessenen Kinder. Teufelsglaube und Exorzismus in der Geschichte der Kindheit. Stuttgart, 1999.

 

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