Seelenfutter
Avsnitt

Seelenfutter 310: Von rosigem Flimmern und offenen Kinderaugen. Gedichte von Jakob Haringer und Jakob Bosshart

Dela

„Immer steht man daneben“. Mit einem Leben an der Seitenlinie, daneben statt mittendrin, kennt sich der Dichter Jakob Haringer aus. Er lebte Jahrzehnte als Vagabund, unstet, getrieben, heimat- und oft auch obdachlos. Sein Gedicht „Land der Zauberer“ findet Worte dafür, dass Enttäuschung und Verzweiflung sich permanent anfühlen können: „Immer in Sehnsucht verwarten,… Hand ohne Glück, ohne Land!“ Und doch, zum Ende seines sehr bemerkenswerten Gedichts, leuchtet etwas auf, das fast nach Hoffnung klingt. Ein Wunder? Dazu stellen die beiden Lyrikpodcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht „Wohin ich schaue“ des Schweizer Poeten Jakob Bosshart, dass vom Umgang mit Wundern handelt, vom Hadern bis zur intellektuellen Rationalisierung. Doch wenn ihr nicht werdet wie die Kinder…: „Nun halt ich wieder Kinderaugen offen und weiß, das Wunder ist der Grund der Welt.“ Einfach wundervoll“ Dazu gibt es Bibelworte nach Markus und aus den Psalmen.

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