Horido und Weidmannsheil!
Mit dem Schuss endet die Jagd nicht. Im Gegenteil: Jetzt beginnt ein Teil, ĂŒber den erstaunlich wenig gesprochen wird. Aus Wild wird Wildbret und damit ein Lebensmittel, fĂŒr dessen QualitĂ€t und hygienischen Umgang wir Verantwortung tragen.
Mit dieser Folge startet unsere neue Jagdfieber-Reihe âVom Schuss bis zum Tellerâ. Gemeinsam begleiten wir Wild vom erlegten StĂŒck ĂŒber Aufbrechen, Wildkammer und Zerwirken bis hin zur Verarbeitung und schlieĂlich auf den Teller.
Mit dabei ist Markus Hoffmann. Er ist JĂ€ger, Wildsommelier und beschĂ€ftigt sich intensiv mit Wildverarbeitung und moderner WildkĂŒche. Unter dem Namen âRehzeptâ gibt er unter anderem Wildwurstseminare und möchte zeigen, dass Wild weit mehr sein kann als der klassische Sonntagsbraten.
Doch bevor gekocht wird, fangen wir ganz am Anfang an: bei der Wildbrethygiene.
đ§ Darum geht es in dieser Folge:
Warum gute Wildbrethygiene bereits vor der Jagd beginnt
Was Messer, Wildwanne, Transport und KĂŒhlmöglichkeiten mit der spĂ€teren QualitĂ€t des Wildbrets zu tun haben
Welche hygienischen Risiken zwischen Schuss, Bergen und Wildkammer entstehen können
Warum auffÀlliges Verhalten und VerÀnderungen am erlegten Wild ernst genommen werden sollten
Welche Rolle die kundige Person bei der Beurteilung von Wild spielt
Warum die Trichinenuntersuchung bei Schwarzwild nicht einfach Formsache ist
Was bei Wildkammer, Reinigung und Desinfektion wichtig ist
Warum Einweghandschuhe allein noch keine Hygiene garantieren
Welche persönliche SchutzausrĂŒstung Markus bei der Wildverarbeitung empfiehlt
Warum ein scharfes Messer nicht nur besser arbeitet, sondern auch zur Arbeitssicherheit beitrÀgt
Was beim Bergen und Transport des erlegten Wildes bedacht werden sollte
Dabei wird schnell deutlich: FĂŒr gutes Wildbret braucht es nicht zwingend einen OP-Saal im Wald. Aber sauberes Arbeiten, geeignete AusrĂŒstung, eine funktionierende KĂŒhlmöglichkeit und ein bewusster Umgang mit dem Lebensmittel sollten bereits vor dem Ansitz mitgedacht werden.
Besonders spannend fĂŒr JagdschĂŒler und JungjĂ€ger: Wir sprechen auch darĂŒber, was passiert, wenn beim Aufbrechen etwas auffĂ€llig aussieht, warum im Zweifel die zustĂ€ndige VeterinĂ€rbehörde der richtige Ansprechpartner ist und weshalb Erfahrung beim ersten Schwarzwild und bei der Trichinenprobenentnahme besonders wertvoll sein kann.
đȘ Und welches Werkzeug braucht man wirklich?
NatĂŒrlich kommen wir auch an einem Thema nicht vorbei, ĂŒber das JĂ€ger vermutlich Ă€hnlich leidenschaftlich diskutieren können wie ĂŒber Kaliber: Messer.
Markus erklĂ€rt, warum er im praktischen Einsatz auf robuste, gut zu reinigende Arbeitsmesser setzt, wie er seine Messer bei gröĂeren Jagden organisiert und warum fĂŒr ihn eine Regel ĂŒber allen anderen steht: Das Messer muss scharf sein.
đ§ Warum solltest du reinhören?
Weil hochwertiges Wildbret nicht erst in der KĂŒche entsteht. Vieles entscheidet sich bereits beim Erlegen, Bergen, Aufbrechen, Transportieren und KĂŒhlen.
Und das ist erst der Anfang.
In der nĂ€chsten Folge unserer Reihe âVom Schuss bis zum Tellerâ wird es praktisch: Dann widmen wir uns dem Aufbrechen.
Weidmannsheil und Weidmannsdank fĂŒrs Zuhören
Deine Anja
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