Rüstungen waren im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit weit mehr als Schutz aus Stahl: Sie konnten politische Botschaften tragen, religiösen Beistand versprechen und ganze Familiengeschichten erzählen. Der Kunsthistoriker Tristan Schaub zeigt, wie aufwendig gestaltete Harnische zu „eisernen Kunstwerken“ wurden. Im Mittelpunkt stehen Heinrich VIII. und sein berühmter Faltenrockharnisch, die dynastische Rüstung Henry Frederick Stuarts und die Pienzenauer Rüstung. Es geht um Heilige und Heraldik, Ätzungen und Vergoldungen, um Rüstungen als Erinnerungsstücke, Stellvertreter ihrer Träger und sogar als eine Art Berührungsreliquie. So eröffnet sich ein neuer Blick auf Objekte, die viel mehr erzählen als nur von Krieg und Kampf.
Die besprochenen Rüstungen könnt ihr unter den folgenden Links einsehen:
Diese Podcast-Folge entstand im Auftrag der Gerda Henkel-Stiftung. Weitere Interviews mit Stipendiat:innen der Stiftung erschienen in den vergangenen Wochen.
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