Ketzer gelten als unbeugsame Abweichler, die sich gegen Kirche und Ordnung stellen. Doch hinter diesem Bild steckt eine lange Geschichte von Zuschreibungen, Machtkämpfen und wissenschaftlichen Deutungen. Der Historiker Erik Pauls erklärt, wie aus religiöser Abweichung Häresie wurde, warum Katarer, Waldenser und Hussiten bis heute umstritten sind und weshalb manche vermeintliche Ketzerbewegung womöglich erst durch die Forschung entstand. Zugleich zeigt sich, wie der Ketzer vom mittelalterlichen Feindbild zur modernen Projektionsfläche wurde – bis hin zur politischen Selbstinszenierung im Netz.
Weitere spannende Inhalte zur Geschichte des Mittelalters findet ihr im L.I.S.A Wissenschaftsportal der Gerda Henkel-Stiftung:
Diese Podcast-Folge entstand im Auftrag der Gerda Henkel-Stiftung. Weitere Interviews mit Stipendiat:innen der Stiftung erscheinen in den kommenden Wochen.
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