Im heutigen Abschnitt aus dem Lukasevangelium wird eine interessante Szene beschrieben. Die Pharisäer suchen nach Möglichkeiten, etwas gegen Jesus zu unternehmen, weil er ihnen und ihren Überzeugungen unbequem geworden ist.Aber Jesus hat etwas ganz anderes im Sinn. Ihm geht es um die Heilung eines Kranken und nicht um die Erfüllung von Gesetzen, die über dem Leid der Menschen stehen. Und dann heißt es, dann sagte Jesus zu ihnen: Ich frage euch, was ist am Sabbat erlaubt, Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zugrunde gehen zu lassen?Und er sah sie alle der Reihe nach an und sagte dann zu dem Mann: Streck deine Hand aus. Er tat es und seine Hand war wieder gesund. Da wurden sie von sinnloser Wut erfüllt und berieten, was sie gegen Jesus unternehmen könnten.Also, auf die Frage, was ist am Sabbat erlaubt, Gutes zu tun oder Böses, haben die Umstehenden keine Antwort gegeben, obwohl jede und jeder die Antwort weiß. Es geht immer darum, Gutes zu tun und ebenso immer darum, das Böse nicht zu tun. Und als Jesus den Kranken geheilt hat, sind sie von sinnloser Wut erfüllt und beraten, was sie gegen ihn unternehmen können.Es gibt einen Text von Mutter Teresa, der genau das beschreibt und zum „Trotzdem“ aufruft. Sie sagt: Die Menschen sind unvernünftig, irrational und egoistisch. Liebe diese Menschen trotzdem.Wenn du Gutes tust, werden dich die Menschen beschuldigen, dabei selbstsüchtige Hintergedanken zu haben. Tue trotzdem Gutes. Wenn du erfolgreich bist, gewinnst du falsche Freunde und wahre Feinde.Sei trotzdem erfolgreich. Das Gute, das du heute getan hast, wird morgen schon vergessen sein. Tue trotzdem Gutes.Ehrlichkeit und Offenheit machen dich verwundbar. Sei trotzdem ehrlich und offen. Die Menschen bemitleiden Verlierer, doch sie folgen nur den Gewinnern.Kämpfe trotzdem für ein paar von den Verlierern. Woran du Jahre gebaut hast, das mag über Nacht zerstört werden. Baue trotzdem weiter.Die Menschen brauchen wirklich Hilfe. Doch es kann sein, dass sie dich angreifen, wenn du ihnen hilfst. Hilf diesen Menschen trotzdem.Gib der Welt das Beste, was du hast, und du wirst zum Dank dafür einen Tritt erhalten. Gib der Welt trotzdem das Beste. Letztendlich ist dann alles eine Angelegenheit zwischen dir und Gott. Sowieso war es nie eine Angelegenheit zwischen dir und anderen.
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