Ein kleiner Spielerkreis am Rande des Spielfelds, einige aus Curacao und zwei Deutsche. Der Reporter fragt Felix Nmecha, ob er sagen könne, was da war. Und der Spieler erklärt es freundlich und einfach: "Im Spiel sind wir Gegner aber sonst sind wir Christen und Brüder. Und wir haben mit diesem Spiel Jesus verherrlicht und ein kurzes Gebet gesprochen."Das ist ja mal eine Aussage die mich beeindruckt hat! "Und wir haben mit diesem Spiel Jesus verherrlicht." Er hat ganz einfach gesagt, was Christsein ausmacht: in allem was ich tue Gott verherrlichen. Und da ist es ganz gleich, ob ich den Haushalt mache, mich um die Kinder und Angehörige kümmere, ob ich meiner täglichen Arbeit nachgehe, Zeitung lese, im Netz scrolle, mich mit Freunden treffe, ob ich liebe, leide, mich freue oder traurig bin.Von manchen Großen früherer Tage in der Kirche kennen wir solche Worte auch. Teresa von Ávila sagt unter anderem: Gott findest Du auch zwischen den Kochtöpfen. Oder Ignatius von Loyola merkt an: Alles zur größeren Ehre Gottes. Wenn ich das in meinen Alltag hineinkriege, dann habe ich gewonnen: an Vertrauen, an Trost, an Gewissheit. Und es haben beim Gebet nach dem Spiel auch die mitgebetet, die eins zu sieben verloren haben. Also auch in Niederlagen, Blamagen, Traurigkeiten oder sogar Verzweiflung gilt es, in allem Gott zu verherrlichen.Na klar hat mir der Sieg der deutschen Mannschaft gefallen und die Angst vor dem frühen Ausscheiden etwas nach hinten verbannt. Aber diese schönen Worte aus dem Mund eines Spielers beflügeln mich und tun mir gut und helfen mir, daran zu denken, was auch ein Motto unserer Gemeinschaft ist: vor Gott und für die Menschen. Dafür musst Du nicht im Kloster leben oder bei der Kirche angestellt sein. Ganz einfach Christ sein und Jesus verherrlichen geht für jeden und immer. Heute auch.

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