In dieser Folge erzählen wir drei Geschichten aus drei Jahrzehnten – und alle drehen sich um einen der umstrittensten Paragrafen aller Zeiten: § 218 Strafgesetzbuch zum Schwangerschaftsabbruch. Wir beginnen in den 1970er Jahren. Eine Gruppe von 374 Frauen, darunter auch Prominente wie Senta Berger oder Romy Schneider, macht etwas damals Unvorstellbares: Sie sprechen öffentlich darüber, dass sie abgetrieben haben. Sie alle fordern die Abschaffung von § 218 StGB. Damit stoßen sie eine landesweite Debatte über das Abtreibungsverbot an. Am Ende muss das Bundesverfassungsgericht entscheiden. Rund 20 Jahre später, zur Zeit der Wiedervereinigung. Zwei sehr unterschiedliche Systeme treffen aufeinander: In der DDR ist der Schwangerschaftsabbruch bis zur 12. Woche erlaubt, ohne dass es einen bestimmten Grund braucht. In der BRD ist der Schwangerschaftsabbruch nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Auch hier entscheidet wieder das Bundesverfassungsgericht. Sommer 2025 - die gescheiterte Wahl von Frauke Brosius-Gersdorf zeigt: Die alten Konflikte sind nicht verschwunden, sie prägen die Gesellschaft bis heute.
Podcast-Tipp: Tatort Geschichte
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