Monatelang lief das Thema bei Franziska und Dominik nebenbei mit: "Ja, Dominik hat halt Burnout" – hingeworfen wie eine Randnotiz, obwohl es gerade ziemlich viel in ihrem Alltag bestimmt. In dieser Folge geben sie dem Ganzen endlich die Bühne, die es sich sowieso schon nimmt.
Dominik selbst tut sich schwer, einen klaren Anfangspunkt zu benennen. Vielleicht war da schon 2023 etwas, das er "zufällig wegkuriert" hat – mit einer sechsmonatigen Reise-Auszeit nach dem Ende seiner Tätigkeit im Startup, 26 Kilo weniger, deutlich entspannter, braun gebrannt. Und dann kam mit dem neuen Job wieder Alltag und dann der Absturz.
Er beschreibt sich rückblickend über drei Vater-Versionen: den Elternzeit-Papa der ersten fünf Wochen, den Start-Up-Papa, der sich über 200 Prozent statt 100 definiert hat, und jetzt den aktuellen Burnout-Papa – mitten in einer Genesung, die seit anderthalb Jahren läuft, mit erster Besserung seit Februar/März, "seit die Sonne rauskam".
Ganz konkret wird Dominik bei der Beschreibung seines Alltags: Konzentrationsprobleme, kein Multitasking mehr möglich, dazu das Gefühl, affektgesteuert zu handeln "wie ein Dreijähriger, der durch die Bude rennt". Er erzählt von seiner klaren Drei-Vormittage-Struktur um überhaupt wieder handlungsfähig zu sein, und von der Zusammenarbeit mit seinem Psychologen, mit dem er seit zwei Jahren an der These arbeitet, dass er schon früher einen Burnout hatte, ohne es zu erkennen.
Franziska ergänzt ihre Perspektive als Partnerin: den Moment, an dem ihr klar wurde, dass der Mensch neben ihr gerade nicht mehr derselbe ist, und dass sie selbst ihr Mindset ändern musste, damit er heilen kann.