„Dieser Tristan wird was Furchtbares. Ich fürchte, die Oper wird verboten!“ So schreibt Richard Wagner 1859 an seine Freundin und Muse Mathilde Wesendonck – und tatsächlich bringt das bald darauf uraufgeführte Werk die Kunstwelt Europas zum Beben. Der „Tristan-Akkord“ wird zum Soundtrack der Spätromantik mit ihrer Sehnsucht, ihrer Resignation, ihrem Größenwahn. Für ihr jüngstes Album hat die französische Pianistin Juliette Journaux Werke von Komponisten versammelt, die Wagner nachfolgten – „Tristan Generation“ hat Journaux ihr Album daher genannt. Dazu hat sie ausgewählte Lieder, Opern- und Orchesterwerke für ihr Instrument bearbeitet. Für SWR-Rezensent Thilo Braun ist das Album inspirierend, wenn auch keine leichte Kost.