Es ist ihr sechster Roman – und er brachte Elfriede Jelinek den internationalen Durchbruch. In den ersten Monaten nach Erscheinen von „Die Klavierspielerin“ haben Kritikerinnen und Kritiker vor allem über mögliche autobiografische Zusammenhänge zwischen der Autorin und ihrer Protagonistin diskutiert und sich über den angeblich pornografischen Gehalt des Textes ausgelassen. Dabei haben sie aber übersehen, was in dem Roman eigentlich an wichtiger Systemkritik steckt. Hannah Schmidt hat ihn für uns zum 80. Geburtstag von Elfriede Jelinek am 20. Oktober noch einmal gelesen.