In Folge 3 beschäftigen wir uns mit den Langzeitfolgen der Unterbringung in der Wochenkrippe im Erwachsenenleben.

Eine Studie der Uni Rostock zeigt: 92% der befragten ehemaligen Wochenkinder haben mindestens eine psychische Diagnose, darunter soziale Phobie, depressive Störungen und posttraumatische Belastungsstörungen. Zum Vergleich: In der Allgemeinbevölkerung sind es 43%. Auch unsicheres Bindungsverhalten und erhöhter Alkoholkonsum sind deutlich häufiger vertreten.

Wir besprechen, wie sich die Wochenkrippenerfahrung in unserem Leben zeigt – von Schwierigkeiten, Nähe zuzulassen, über ausgeprägte Selbstständigkeit bis hin zum Gefühl, nie wirklich dazuzugehören. Außerdem thematisieren wir, warum die wissenschaftliche und mediale Aufarbeitung des Themas so lange auf sich warten ließ und welche Rolle die westdeutsch geprägte Medienlandschaft sowie gesellschaftliche Verdrängung dabei spielen. Abschließend geben wir einen Überblick über mögliche Wege der Unterstützung, von Selbsthilfegruppen bis hin zu verschiedenen Therapieformen. 

Support the show

Podden och tillhörande omslagsbild på den här sidan tillhör Nelia und Alexander. Innehållet i podden är skapat av Nelia und Alexander och inte av, eller tillsammans med, Poddtoppen.