„Räum bitte dein Zimmer auf.“ „Mach jetzt endlich deine Hausaufgaben.“ „Du musst dich einfach mehr anstrengen.“ Und danach: Diskussion, Frust, Aufschieben.

Unsere Entlastung zuerst: Nicht jedes „Nee, ich will nicht“ ist ein „Ich will nicht“. Oft steckt ein „Ich kann gerade nicht“ dahinter. Dranbleiben ist keine Charaktereigenschaft, sondern eine Fähigkeit, die Kinder und Jugendliche erst lernen.

Darum geht es:

-Was alles in „Dranbleiben“ steckt: anfangen, Ablenkung widerstehen, Frust aushalten, Pausen setzen -Warum „Du willst doch Abitur machen“ im Hier und Jetzt nicht motiviert -Sechs Gründe: zu langweilig, zu schwer, zu groß, müde oder hungrig, nicht entwicklungsgerecht, ADHS oder ADS -Statt „Mach deine Hausaufgaben“: „Zeig mal her, was ist die erste Aufgabe?“ -Fester Startpunkt mit Timer, Haushalt verteilen nach Vorlieben, Geschirrspüler in einem Song -Bei „Ich kann das nicht“: nicht „Doch, kannst du“, sondern „Lass mal gucken, was sollst du machen?“ -Selbststeuerung loben, nicht nur Leistung: „Du bist nach der Pause wieder angefangen.“ Was nicht hilft: „Wie oft habe ich dir das schon gesagt“, Drohungen, Geschwistervergleiche

Zum Schluss eine Checkliste für den nächsten Konflikt. Und ein Satz zum Mitnehmen: Vielleicht müssen wir nicht stärker auf das Dranbleiben drängen, sondern die Bedingungen schaffen, unter denen es überhaupt möglich wird.

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