Es ist Abend, das Essen steht auf dem Tisch, und der Satz rutscht raus: „Wegen dir kann hier nie jemand in Ruhe essen." Gemeint war eine Grenze. Beim Kind kommt etwas ganz anderes an.

In dieser Folge spricht Marie darüber, wie du deinem Kind zeigen kannst, wie es dir geht, ohne ihm die Verantwortung dafür zu übertragen. Sie geht dem schmalen Grat zwischen Spiegeln und Schuld nach: Sätze, die eine Wirkung beschreiben, und Sätze, die dein Kind zum Verantwortlichen für deinen Zustand machen. Dabei geht es auch um die Frage, warum uns solche Sätze überhaupt rausrutschen, was unsere eigene Kindheit damit zu tun hat und warum es in Familien mit ADHS oft schneller eskaliert, wenn zwei reaktive Nervensysteme aufeinandertreffen. Zum Schluss gibt es eine kleine Übung für den nächsten Moment, in dem der Stress in dir hochsteigt.

Kinder brauchen keine Eltern, die ihre Gefühle verstecken. Sie brauchen echte Menschen. Dein Kind darf wissen, wie es dir geht, und trotzdem nicht dafür zuständig sein.

Eine Folge für alle, die authentisch sein wollen und dabei manchmal merken, wie schnell aus einem Gefühl ein Vorwurf wird.

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