Diacetyl aus der Schankanlage: Pediococcus erkennen und loswerdenIch spreche über Diacetyl, das nicht aus dem Brauprozess kommt, sondern durch eine Infektion in der Schankanlage, vermutlich Pediococcus (häufig P. damnosus). Bei mir trat über Monate Diacetyl auf, obwohl ich Diacetylrast und Gärführung optimiert hatte; auffällig war, dass vor allem das erste, in der Leitung stehende Bier nach Diacetyl schmeckte, während das Bier aus dem Keg danach in Ordnung war. Ich erkläre Diacetyl als buttriges Fehlaroma, warum es normalerweise von Hefe abgebaut wird, und warum das nur mit aktiver Hefe funktioniert. Ich ordne das Problem in schlechte Schankanlagenhygiene ein (u.a. 7‑Tage-Reinigungsintervall nach DIN 6650-6) und beschreibe Biofilm-Risiken, besonders an Schlauchtüllen. Aus eigener Praxis schildere ich meinen Reset: gründliche alkalische Reinigung, saure Reinigung mit Phosphorsäure (pH 1,7), danach Chlor für Dichtungen (mit deutlicher Warnung vor Chlorgas), plus Schläuche ersetzt, weniger Hohlräume und häufiger Säureeinsatz.
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