In der neuen Folge "Ehrlich jetzt?" plädiert die Parteichefin der Linken
fürs Zuhören. Auch erklärt sie, wie die Abspaltung der Wagenknechtpartei
für mehr Ordnung innerhalb der Linken sorgt.
Ihr persönlicher Bezug zu Ostdeutschland veranlasse sie erst recht dazu,
mit Menschen dort ins Gespräch zu kommen. Man könne "die Leute nicht
alleine lassen", sagt Schwerdtner im Podcast. Dieses Gefühl entstehe
auch, weil es mittlerweile mehr Pflegeheime als Fabriken gebe. "Ich
gucke da einfach anders drauf und sehe so starke Narben, die sich seit
Jahrzehnten eingebrannt haben bei ganz vielen Leuten." Sie habe das
Gefühl, es gehe auch darum, eine Perspektive zu bieten, anstatt alles zu
"bejammern".
Im Wahlkampf um das Direktmandat gegen Beatrix von Storch habe
Schwerdtner an über 68.000 Türen geklingelt. Besonders in den
Hochhäusern würden sich die Bewohner über Migration beklagen, sie fühlen
sich Geflüchteten in den benachbarten Heimen gegenüber benachteiligt. Da
müsse man die eigentlichen Probleme aufzeigen, wie Mietpreise, die
Verfügbarkeit von Ärzten oder bessere Verkehrsanbindung, so
Schwerdtner.
In "Ehrlich jetzt?" spricht ZEIT-ONLINE-Redakteurin Yasmine M'Barek alle
zwei Wochen mit Spitzenpolitikerinnen und Spitzenpolitikern über Themen,
die in Nachrichtensendungen oft zu kurz kommen. Fragen, Kritik oder
Anregungen? Schreiben Sie uns an: ehrlichjetzt@zeit.de.
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