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Journal Club Folge 57 (KW 8): Prehospital transesophageal echocardiography versus conventional advanced life support in out-of-hospital cardiac arrest (PHTEE–OHCA): a randomized controlled pilot study.

Dela

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Kann eine transösophageale Echokardiographie (TEE) bereits präklinisch während laufender Reanimation eingesetzt werden, ohne die CPR-Qualität zu beeinträchtigen? In dieser Episode analysieren wir die erste randomisierte kontrollierte Pilotstudie zur prähospitalen TEE bei außerklinischem Herz-Kreislauf-Stillstand (OHCA) und diskutieren Effekte auf Chest Compression Fraction, EtCO₂ sowie diagnostische und prozedurale Konsequenzen.

Katzenschlager S, Kaltschmidt N, Dietrich M, et al.
Prehospital transesophageal echocardiography versus conventional advanced life support in out-of-hospital cardiac arrest (PHTEE–OHCA): a randomized controlled pilot study.
Critical Care. 2026;30:45.
DOI: 10.1186/s13054-025-05805-w 

Die Qualität der Thoraxkompressionen ist ein zentraler Determinant des Outcomes beim außerklinischen Herz-Kreislauf-Stillstand (OHCA). Während transthorakale Echokardiographie (TTE) in Leitlinien empfohlen wird, kann sie zu prolongierten Hands-off-Phasen führen. Die transösophageale Echokardiographie (TEE) erlaubt dagegen Bildgebung unter laufender Kompression und könnte sowohl die Reanimationsqualität als auch die Identifikation reversibler Ursachen verbessern.

In dieser randomisierten, kontrollierten Pilotstudie wurden 32 erwachsene Patient:innen mit nicht-traumatischem OHCA in einem arztbesetzten zweistufigen Rettungsdienstsystem 1:1 zu Standard-ALS oder ALS plus TEE randomisiert. Primäre Endpunkte waren Hands-off-Zeit und Chest Compression Fraction (CCF). Sekundäre Endpunkte umfassten ROSC bei Krankenhausaufnahme, Überleben bis Entlassung, neurologisches Outcome (CPC 1–2), EtCO₂-Verlauf sowie TEE-basierte diagnostische Befunde.

Die mediane Hands-off-Zeit betrug in beiden Gruppen 4 Sekunden; es zeigte sich kein signifikanter Unterschied. Die CCF war jedoch signifikant höher in der TEE-Gruppe (96,2 % vs. 91,6 %; mittlere Differenz 4,6 %, 95 %-KI 2,5–6,7; p < 0,001). EtCO₂-Werte lagen ebenfalls signifikant höher in der TEE-Gruppe (+7 mmHg; 95 %-KI 4–10; p < 0,001), was auf effektivere Perfusion hinweisen könnte.

In der as-treated-Analyse wurden bei 23 % der Fälle eine initial falsche Area of Maximal Compression (AMC) sowie bei 14 % eine inadäquate Kompressionstiefe identifiziert und unter TEE-Guidance korrigiert. Perikardergüsse wurden in 23 % diagnostiziert, davon 60 % hämodynamisch relevant (Tamponade). In allen eCPR-Fällen war eine Visualisierung von Führungsdrähten und Kanülenlage möglich. TEE-bedingte Komplikationen wurden nicht beobachtet.

Die Studie zeigt, dass prähospitale TEE technisch machbar ist und CPR-Metriken nicht beeinträchtigt. Darüber hinaus liefert sie relevante diagnostische Informationen und ermöglicht prozedurale Guidance. Aufgrund der geringen Fallzahl ist jedoch keine Aussage zu Überlebensvorteilen möglich.

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