KI ist Chefsache: Warum Entscheidungsvakuum KI-Projekte killt

 

Kein Geschäftsführer vor Ort – und die gesamte KI-Initiative steht still. TJ zeigt anhand eines konkreten Praxisbeispiels, warum KI-Projekte ohne Rückendeckung von ganz oben scheitern. Wer als Berater nachhaltige Aufträge gewinnen will, kommt am CEO nicht vorbei.

 

Der Discovery-Call: Die einzige Phase, die nie wegfällt

Ob du ein KI-Projekt operativ, taktisch oder strategisch angehst – eine Phase bleibt immer: das erste qualifizierende Gespräch. TJ nennt es Discovery-Call, Qualifizierungsgespräch, Anbahnungsgespräch oder Anamnese, je nach Kontext. Der Name spielt keine Rolle. Entscheidend ist, dass diese Phase niemals übersprungen wird. Hier entsteht entweder der Rahmen für ein größeres Projektvorhaben, oder sie ist selbst der erste bezahlte Schritt – etwa als Sensibilisierungsworkshop – bevor ein umfangreicheres Auftragsgewerk folgt. Wer diesen Einstieg strukturiert nutzt, legt das Fundament für alles, was danach kommt.

 

Operativer Einstieg, strategischer Sog – warum beides zusammengehört

Viele Unternehmen wollen zunächst klein anfangen: ein einzelner Anwendungsfall, eine Prozessanalyse, eine Bestandsaufnahme des Kundenerlebnisses. Die bestehende Strategie bleibt unangetastet. Das ist legitim – und oft der einfachere Einstieg. Doch TJ beobachtet einen klaren Mechanismus: Sobald auf der operativen Ebene erste Ergebnisse entstehen, wächst der Druck, die Unternehmensstrategie ebenfalls anzufassen. Ein Fünf-Jahres-Plan, der vor ChatGPT und Co. entworfen wurde, ist unter den aktuellen KI-Rahmenbedingungen häufig nicht mehr tragbar. Ob dieser Impuls von unten kommt – aus einer erfolgreichen Marketingabteilung – oder von oben, ist letztlich egal. Er kommt.

 

KI ist Chefsache – die Kernbotschaft, die zählt

TJ formuliert es klar: KI ist Chefsache. Diese Botschaft trägt er als Kernaussage in seine Keynote und als Titel seines Springer-Buches *„Chefsache KI-Strategie"*, das am 19. November erscheint. Die Datenlage aus seiner eigenen Berater-Community bestätigt das. Nahezu alle erfolgreichen KI-Beratungsaufträge der Alumni des Koerting Institute laufen über den Geschäftsführer oder CEO – nicht über Abteilungsleiter, nicht über IT-Heads, nicht über operative Führungskräfte. Wer als KI-Strategieberater auf Abteilungsebene einsteigt und hofft, sich nach oben zu arbeiten, verliert wertvolle Zeit und riskiert, dass das Projekt im ersten Sturm aufgegeben wird.

 

Praxisbeispiel: Wenn der GF fehlt, steht der Laden still

Ein konkretes Beispiel macht die Konsequenz greifbar. Robert Sonnenberger, Alumnus einer früheren Kohorte, erlebte genau dieses Szenario: Der Geschäftsführer seines Kunden wurde abgelöst. Der Interim Manager überbrückte drei Monate. Der neue, bereits kontrahierte Geschäftsführer war noch nicht vor Ort. Ergebnis: Die gesamte KI-Initiative stand still. Nicht wegen fehlendem Budget, nicht wegen schlechter Umsetzung – sondern weil der einzig verlässliche Anker fehlte. Kein Entscheider, kein Fortschritt. Dieses Beispiel illustriert, warum die Abhängigkeit vom CEO kein strukturelles Risiko ist, sondern schlicht die Realität in KI-Transformationsprojekten.

 

Fazit: Wer KI-Projekte wirklich voranbringen will, geht direkt zur Spitze

Die Folge liefert eine klare Handlungsempfehlung: Als KI-Berater immer den Einstieg über den CEO suchen – nicht als taktisches Manöver, sondern weil es strukturell der einzige stabile Ankerpunkt ist. Der Discovery-Call ist dabei das universelle Werkzeug, das unabhängig vom Einstiegspunkt immer funktioniert. Und wer operativ startet, sollte von Anfang an wissen: Die strategische Ebene kommt. Besser, man ist darauf vorbereitet, als dass sie das Projekt überrollt.

 

Das nimmst du mit:
• Ohne einen Entscheider an der Spitze sterben KI-Projekte – egal wie gut die operative Umsetzung läuft.
• Nahezu alle erfolgreichen KI-Beratungsaufträge laufen über den Geschäftsführer, nicht über Abteilungsleiter.
• Der Discovery-Call ist die eine Phase, die immer stattfindet – unabhängig vom Einstiegspunkt im Projekt.
• Wer operativ startet, kommt früher oder später an die Unternehmensstrategie – das sollte von Anfang an eingeplant sein.
• Ein Fünf-Jahres-Plan ist unter aktuellen KI-Rahmenbedingungen oft nicht mehr haltbar – das gehört auf den Tisch, sobald strategische Fragen auftauchen.
• Fehlt der Geschäftsführer als Anker, steht die gesamte KI-Initiative still – das Praxisbeispiel zeigt, wie schnell das passiert.

Kapitel:
00:00 Einstieg: Phasen im KI-Beratungsprozess — linear oder nicht?
00:09 Der Discovery-Call: Die eine Phase, die immer stattfindet
01:27 Operative vs. strategische Ebene: Wo KI-Projekte wirklich starten
02:53 KI ist Chefsache — die Kernbotschaft
03:18 Praxisbeispiel: Wenn der GF fehlt, steht der Laden KI-seitig still

 

 

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