Kann KI einen Boom auslösen? Die Hoffnungen sind groß – und sie knüpfen
sich nicht so sehr an die großen Sprachmodelle wie Claude oder ChatGPT,
sondern an die Maschinen in den Fabriken. Deutschland sitze auf dem
»wertvollsten industriellen Datenschatz der Welt«, findet beispielsweise
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), mit künstlicher
Intelligenz lasse er sich in einen Wettbewerbsvorteil verwandeln. Auch
ihre Kabinettskollegin Dorothee Bär (CSU) lobt den »einzigartigen
Datenschatz«. Und Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) glaubt
sogar, dass Wachstumsraten von fünf Prozent möglich seien, »wenn wir das
gut machen mit der KI«.
Wie realistisch sind diese Hoffnungen? Wie groß ist der Datenschatz
wirklich und wie lässt er sich heben? Sind deutsche Unternehmen dazu in
der Lage – oder lassen sie sich von mangelnder Risikofreude, knappen
Budgets oder zu viel Perfektionismus bremsen?
Darum geht es in der neuen Folge von »Ist das eine Blase?«, dem
Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Die
Hosts Zacharias Zacharakis und Jens Tönnesmann sprechen mit Viacheslav
Gromov, der mit zehn Jahren aus Moskau nach Deutschland kam, später ein
Hochbegabtenstipendium erhielt und mit 19 Jahren das KI-Start-up Aitad
gründete. Das Unternehmen aus Offenburg unterstützt beispielsweise
Industriebetriebe dabei, Maschinen mit Sensoren, Chips und KI
auszurüsten. Der 27-Jährige berichtet davon, was das bringen kann – aber
auch, dass viele Firmen die Möglichkeiten unterschätzen und sich mit zu
langen internen Abstimmungsprozessen aufhalten.
»Ist das eine Blase?« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und
Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält:
Geld, Macht und Gerechtigkeit.
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