Die schlechten Nachrichten aus dem Autoland Deutschland nehmen kein
Ende. Die Gewinne der Unternehmen schrumpfen. Volkswagen und BMW
streichen mehr Stellen denn je. Mercedes fordert von seinen
Beschäftigten, länger zu arbeiten – bei gleichem Lohn. Der Abwärtstrend
in der wichtigsten deutschen Industriebranche hält an, nun schon seit
mehreren Jahren. Und die Konkurrenz aus China, die den hiesigen
Herstellern am stärksten zusetzt, wird stärker und stärker.
Allmählich kann man zu der Überzeugung gelangen, dass die
Autounternehmen aus dieser Krisenspirale kaum mehr herauskommen. Zu
vielschichtig sind die Probleme, zu groß die Herausforderungen durch
Transformation und neue Wettbewerber. Ist die deutsche Autoindustrie
also am Ende? Darum geht es in der neuen Folge von »Ist das eine
Blase?«, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT über Geld, Macht und
Gerechtigkeit.
»Das ist keine normale Konjunkturdelle, sondern eine grundlegende
strukturelle Verschiebung«, sagt der ZEIT-Wirtschaftsredakteur Max
Hägler, der seit vielen Jahren über die Autoindustrie berichtet und in
dieser Folge erzählt, was er bei seinen Recherchen in China über den
wichtigsten Konkurrenten der deutschen Industrie erlebt und gelernt hat.
»China ist kein kurzfristiger Effekt, sondern ein langfristiger Faktor
mit Plan, Strategie und hoher Beständigkeit.«
Im Gespräch erklärt er, wie die Autobauer in diese vertrackte Lage
geraten sind und was ihre Probleme für die deutsche Volkswirtschaft
bedeuten. Außerdem sprechen wir darüber, wie die Konzerne die
Herausforderungen doch noch meistern könnten.
»Ist das eine Blase?« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens Tönnesmann und
Zacharias Zacharakis über das, was die Welt im Innersten zusammenhält:
Geld, Macht und Gerechtigkeit.
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