Wir tracken inzwischen fast alles: Schlaf, Schritte, Herzfrequenz und Produktivität. Als wäre ein Gefühl erst real, wenn es messbar ist. Stefan Heyne findet das interessant... und auch ein bisschen komisch. Er nennt Abstraktion eine hilflose Kategorie und meint damit nicht die Kunst, sondern die Art, wie wir mit dem Unbegreiflichen umgehen. Freiheit, sagt er, beginnt dort, wo wir aufhören zu skalieren, zu beschildern und zu benennen.
Im Gespräch mit Stefan Heyne im Haus Loewy in Berlin - einem Frühwerk von Richard Neutra, das an diesem Maiwochenende des Gallery Weekends 2026 erstmals öffentlich zugänglich war - sprechen wir über Wahrnehmung und Wirklichkeit, über Schönheit als politischen Akt und über die Frage, was ein Bild eigentlich ist, wenn es aufhört, einem einzigen Menschen zu gehören. Ein Gespräch mit Leichtigkeit und Tiefgang, das Lust macht, die Welt wieder mit neuen Gedanken zu entdecken.
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