Kaum eine Weinregion ist heute zugleich so begehrt und so verletzlich wie der Jura. Gerade einmal gut 2.000 Hektar Rebfläche, Kultstatus bei Sommeliers und Weinliebhabern – und gleichzeitig Frost, Mehltau, Hitze, Trockenheit und extreme Ertragsschwankungen.

Ausgangspunkt dieser Fahrgast-Episode ist eine einfache Frage: Warum können Chardonnay, Savagnin, Poulsard, Trousseau und Vin Jaune so vollkommen unterschiedlich schmecken und trotzdem unverkennbar zu derselben Region gehören?

Wolfgang Staudt schaut auf die besondere Klimasituation des Jura, auf seine Rebsorten und auf die beiden großen weißen Weinsprachen ouillé und sous voile. Es geht um Domaine Labet und Stéphane Tissot, um Vin Jaune und Château-Chalon, um die Rolle der voile – und um die Frage, ob Herkunft nicht gerade deshalb widerstandsfähig sein kann, weil sie mehr als nur eine Ausdrucksform besitzt.

Am Ende steht eine größere Frage: Wie viel Veränderung verträgt Herkunft, bevor aus Anpassung etwas anderes wird?

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