Ein Trollinger Rosé für 100 Euro: Provokation, Marketing oder großer Herkunftswein? Mit dieser Flasche beginnt mein Gespräch mit Matthias Aldinger über die Frage, wie Qualität, Vertrauen und Reputation über Generationen entstehen.
Matthias erzählt, wie sein Großvater Gerhard mit dem Untertürkheimer Gips die materielle Grundlage des heutigen Weinguts schuf, wie sein Vater Gert den württembergischen Qualitätsanspruch neu formulierte und wie er und sein Bruder Hansjörg einen erfolgreichen Betrieb weiterentwickeln, ohne ihn lediglich zu verwalten. Es geht um familiären Unternehmergeist, ökologischen Weinbau, „kontrolliertes Nichtstun“ im Keller und den Aufbau einer eigenständigen Sektproduktion.
Fünf Weine führen durch das Gespräch: der Gips Trollinger Rosé, der ungeschwefelte SINE, der aus Trauben aus Marsannay erzeugte Marcène, das Marienglas Spätburgunder GG und der Lämmler Lemberger GG. Im direkten Vergleich wird die zentrale Frage der Folge konkret: Wo endet die Handschrift des Winzers, wo beginnt der Ort – und kann die Reputation eines Erzeugers irgendwann auf seine Herkunft übergehen?
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