Christliche Gemeinschaft entsteht nicht in erster Linie im Gottesdienst, sondern dort, wo unterschiedliche Menschen sich um Jesus versammeln und ihr Leben miteinander teilen. Schon die ersten Hausgemeinden brachten Menschen verschiedener Herkunft, Generationen und gesellschaftlicher Stellung an einen Tisch. Diese Gemeinschaft kann ein Vorgeschmack des Himmels sein, bleibt aber eine Gemeinschaft unperfekter Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen, Meinungen und Verletzungen. Wer eine ideale Kirche erwartet, wird deshalb zwangsläufig enttäuscht. Geistliches Wachstum geschieht vor allem dann, wenn wir bei Konflikten nicht sofort fliehen, sondern Unterschiede aushalten, Verletzungen ansprechen und einander vergeben. Bleiben bedeutet dabei nicht, in toxischen Beziehungen auszuharren, sondern Konflikte ehrlich zu klären und auch notwendige Abschiede möglichst versöhnt zu gestalten.
Die Predigt lädt dazu ein, langfristig mit anderen unterwegs zu sein, sich verändern zu lassen und selbst einen Tisch zu schaffen, an dem Menschen gemeinsam glauben, wachsen sowie Freude und Leid teilen.
Kernfrage: Wo fordert mich Jesus gerade dazu heraus, nicht zu fliehen, sondern einen Konflikt zu klären, zu vergeben und in Gemeinschaft zu wachsen?
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