Manche Karrieren enden mit dem letzten Pfiff. Die von Andreas Lasnik hat danach erst richtig angefangen — nur eben auf einem anderen Platz.Der Voitsberger kam als Linksfuß-Spezialist, der Freistöße mit chirurgischer Präzision ins Kreuzeck setzte — einer davon in der 88. Minute am vorletzten Spieltag, der der SV Ried den Wiederaufstieg sicherte. Bei der Austria Wien fand er seinen Zenit: Double-Gewinner 2006, Cup-Held 2007, Europacup gegen Benfica und Ajax, und Mitspieler in einer Mannschaft, die 16 A-Nationalspieler auf einmal im Kader hatte. Eine Dichte, die heute im österreichischen Fußball niemand mehr kennt. Danach folgten Deutschland, die Niederlande — wo ihn die BILD kurzerhand zum "Tivoli-Beckham" ernannte, nachdem er bei der Mailänder Modewoche für Dolce & Gabbana vor der Kamera stand — und schließlich Griechenland, bevor das Kapitel Profifußball 2016 in Kapfenberg leise zu Ende ging.Was danach kam, hat kaum jemand erwartet: kein Trainerschein, kein Sportdirektoren-Posten, sondern die Rückkehr in den Familienbetrieb. Gemeinsam mit Vater Gerald und Bruder Martin entwickelte er den Eyeshaker — ein patentiertes Brillenreinigungssystem, Made in Styria — und die Marke SEEOO, die heute bei einem gewissen David Alaba auf der Nase sitzt. Und weil das Leben Sinn für Dramaturgie hat: Der gesamte aktuelle Kader der Wiener Austria trägt heute seine Brillen. Er hat für den Verein Tore geschossen — jetzt sorgt er dafür, dass die Mannschaft das Tor überhaupt sieht.Andreas Lasnik wurde der Gruppe "Zweite-Karriere-Vorbilder" hinzugefügt.
Podden och tillhörande omslagsbild på den här sidan tillhör
Fabio Schaupp, Peter K. Wagner und Thomas Seidl. Innehållet i podden är skapat av Fabio Schaupp, Peter K. Wagner und Thomas Seidl och inte av,
eller tillsammans med, Poddtoppen.