Die Wikinger bauen ihr Schiff neu — und der Erste, der wieder an Bord geht, kennt das Deck schon: Stefan Schwab, sechs Jahre auf hoher See — fünf in Griechenland bei PAOK, eines an der Förde bei Holstein Kiel — legt im Innviertel an, dort, wo laut gegnerischen Trainern das unangenehmste Auswärtsspiel der Saison wartet. Geschäftsführer Wolfgang Fiala erklärt, warum der aktuelle Umbruch kein Zweijahresplan mehr ist wie beim letzten Mal, sondern ein kontrollierterer: Antonio van Wyk ist für den Rekordbetrag von über einer Million Euro nach Südafrika weitergezogen, doch die Werft läuft weiter — mit Jaedin Rhodes kommt bereits der nächste Südafrikaner, mit Samuel Chukwudi der erste Färinger der österreichischen Bundesliga-Geschichte überhaupt. Am Steuer steht ein neuer Kapitän, den in Österreich kaum jemand auf dem Zettel hatte: Mario Despotović, zuletzt Sportdirektor beim Wadi Degla FC in Kairo, davor Stationen bei Hajduk Split und in Kanada. Sein Auftrag: die Ried-Handschrift verfeinern — hoch pressen, jeden Gegner unbequem machen. Das Ziel bleibt trotzdem bescheiden: Klassenerhalt, so früh wie möglich. Stefan Schwab wurde der Gruppe „Sechs-Jahre-Auslandssemester" hinzugefügt.
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