Rund 1.000 Milliarden Dollar wollen die Hyperscaler im kommenden Jahr investieren. Einen Großteil davon müssen sie sich am Kapitalmarkt besorgen, auch über Anleihen. Dort treffen sie auf Staaten, deren Schulden ebenfalls weiter steigen. Für Dr. Andreas Rees, Chefvolkswirt der UniCredit in Deutschland, ist das ein zentraler Grund, warum die Zinsen am langen Ende nicht sinken, sondern hoch bleiben oder sogar weiter steigen dürften.

Und die Notenbanken? Die Märkte preisen bis Sommer 2027 jeweils vier Zinserhöhungen von Fed und EZB ein. Rees nennt das aggressiv. Eine Erhöhung im Dezember erwartet er trotzdem, weitere Schritte im ersten Quartal hält er für möglich.

Dazu liefert Rees Zusammenhänge, die man so nicht erwartet: • Warum ein Machtwechsel im US-Repräsentantenhaus die Staatsausgaben am Ende sogar erhöhen könnte. Warum es gut für Aktien, aber schlecht für die Zinsen ist, dass Unternehmen ihre gestiegenen Kosten weitergeben können. • Weshalb ausgerechnet die deutsche Chemie vom Iran-Konflikt profitiert hat. • Warum die Verteidigungsindustrie auf Aufträgen für fünf bis sechs Jahre sitzt und trotzdem keinen großen Boom auslöst. • Und was passiert, wenn ein harter Winter auf Gasspeicher trifft, die rund 30 Prozentpunkte unter dem üblichen Niveau liegen.

Die Aufzeichnung stammt aus dem Quartalsupdate der DZB Media vom 29. September. Die Folien zum Vortrag gibt es zum Download in der echtgeld.tv-Lounge.

Im zweiten Teil der Veranstaltung geht Nikolaus Barth von der UniCredit der Frage nach, ob Gold, Silber und Bitcoin als Inflationsschutz taugen. Den Mitschnitt findet ihr auf dzb-meinportfolio.de: https://dzb-meinportfolio.de/news/q4-update-unicredit-volkswirtschaftlicher-quartalsausblick-mit-dr-andreas-rees-chefvolkswirt-deutschland?category=fundament%2Cdiscount-plus%2Cdzb-2026%2Cdzb-2031%2Czeichnungsidee-aktuell%2Cmarktidee-aktuell%2Caktuelle-nachrichten%2Cportfolio-nachrichten

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