Neid - das ist ein Gefühl, das wirklich niemand gerne haben will. Oder? Und trotzdem ertappen wette ich, Du hast Dich auch schon dabei ertappt. Denn - Überraschung: Wir alle sind manchmal neidisch, mehr oder weniger stark. Sogar auf Menschen, die wir lieben.
Wir spüren diesen kleinen fiesen Stich tief in uns drin und schämen uns sofort dafür. Weil Neid keinen besonders guten Ruf hat. Neidisch sind immer die anderen. Die Missgünstigen. Die, die einem nichts gönnen. Wir selbst sind natürlich immer nur großzügig und freuen uns selbstverständlich von Herzen für unsere Freunde und alle anderen Menschen. Ja, mit Sicherheit. Und sind trotzdem manchmal neidisch auf sie.
Auf die beste Freundin, die mehr verdient. Auf den Bruder, bei dem scheinbar alles leichter läuft. Auf jemanden, dessen Beziehung gerade glücklich ist, während die eigene wackelt. Und dann beobachtest Du Dich, wie es in Dir denkt: Warum hat die das und ich nicht? Was mache ich falsch? Und Du erschrickst über Dich selbst.
Genau darum geht es in einer Frage, die mir eine Hörerin in die Sprechstunde gesendet hat. Wir reden heute über das unangenehme Thema Neid. Und das wird megaspannend. Denn während das an der Oberfläche sehr unangenehm aussieht, steckt darunter sehr viel mehr und vor allem sehr viel hilfreiches, dass wir über uns lernen können und das uns hilft unser Leben so zu gestalten, dass wir okay damit sein können.
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