Menschen loslassen zu müssen, das gehört zu den schwersten Aufgaben unseres Lebens. Besonders nach einer schmerzhaften Trennung, die wir unfreiwillig erleben müssen, kann es lange dauern, bis wir uns von der Möglichkeit der Beziehung verabschieden, der Trauer um das was wir zusammen hatten, aber möglicherweise auch von den erfahrenen Verletzungen und Kränkungen, die wir in der Beziehung erlebt haben. Eine starke Bindung bedeutet nicht immer eine gute Beziehung.

Loslassen tut weh. Und trotzdem führt kein Weg daran vorbei. Wir alle müssen uns früher oder später in unserem Leben damit auseinandersetzen und durchlaufen solche Loslass-Prozesse. Angefangen vom Schock der Trennung, über die Verweigerung hin zur Akzeptanz und Verarbeitung zur Trauer und endlich zum inneren Frieden. Aber was, wenn man irgendwo in diesem Prozess steckenbleibt, nicht weiterkommt. Sich auch nach Jahren noch im Zustand der Ohnmacht und Verletzung und sogar der Wut dem Ex gegenüber wiederfindet, wenn man nicht abschließen kann? Wenn man immer und immer wieder gedanklich und emotional die gleichen Schlaufen dreht und der Ex-Partner damit so viel Raum einnimmt, obwohl er längst woanders lebt? So geht’s der Hörerin, die Ihre Frage heute in die Sommersprechstunde stellt.

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