Die Ernährungsinitiative verlangt, dass die Schweiz den Selbstversorgungsgrad von heute rund 45 Prozent auf 70 Prozent steigert. Gelingen soll dies, indem mehr pflanzliche und weniger tierische Lebensmittel produziert werden. Am 27. September wird über die Initiative abgestimmt.

Lanciert hat die Ernährungsinitiative Franziska Herren, die im Jahr 2021 bereits die Trinkwasserinitiative vors Volk brachte. Ihr Ziel ist es, die Schweizer Landwirtschaft umzukrempeln: Ackerflächen, auf denen heute Tierfutter angebaut wird, sollen genutzt werden, um pflanzliche Nahrung für die Bevölkerung zu produzieren. So soll der Selbstversorgungsgrad der Schweiz erhöht werden. Zudem sollen die Böden, die Biodiversität und das Trinkwasser besser geschützt werden. Um die Ziele zu erreichen, hätte der Bund bei einem Ja 10 Jahre Zeit.

Die Gegnerinnen und Gegner halten diese Ziele für unrealistisch und warnen, dass die Bevölkerung den Konsum von Fleisch und tierischen Lebensmitteln reduzieren müsste, um die Werte zu erreichen.

Initiantin Franziska Herren und Grünen-Nationalrätin Christine Badertscher aus dem Gegenkomitee diskutieren in der Abstimmungskontroverse bei Livia Middendorp.

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