Der Bayreuther Musik- und Theaterwissenschaftler Anno Mungen zählt zu den Experten für Werk und Leben Richard Wagners. Jetzt hat er – rechtzeitig zum 150-Jahr-Jubiläum der Bayreuther Festspiele – ein Buch mit dem Titel „Von Bayreuth nach Auschwitz“ vorgelegt und beleuchtet darin das Verhältnis von Oper, Politik und Gewalt. Christoph Vratz über den Hauptverdienst dieser Neuerscheinung: „Durch die Auswertung neuer Quellen wird die These, dass eine nationalsozialistische Wagner-Rezeption Massenmorde zur NS-Zeit begünstigt hat, glaubwürdig erhärtet.“