In dieser Episode spreche ich mit Andreas Horn, Experte für automatisiertes Testen in sicherheitskritischen Branchen wie Avionik, Automotive, Medizin und Robotik. Andreas erklärt, was eine Unit wirklich ist – und warum viele Unternehmen den Fehler machen, zu kleinteilig zu testen. Mit einem cleveren Vergleich aus der Küche macht er deutlich: Nicht jede Zutat muss einzeln probiert werden, aber das fertige Gericht sollte stimmen. Wir sprechen über typische Probleme bei der Unit-Größe, über Teststrategie, Grenzwerte, Robustheitstests und erfahrungsbasiertes Testen. Außerdem erkläre ich, warum Traceability – also die Verknüpfung von Anforderungen, Testfällen und Testergebnissen – kein Mehraufwand ist, sondern langfristig Zeit und Geld spart. Zum Abschluss sprechen wir über Abdeckungskriterien wie Statement-, Zweig- und MCDC-Coverage und klären: Tests beweisen keine Fehlerfreiheit, aber sie reduzieren Zweifel. Das wichtigste Fazit: Lieber früh und bewusst testen als zu viel – und niemals erst dann, wenn alles zusammengesteckt ist.
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