Der Neid wird zu den sieben Todsünden gezählt und gilt in allen Kulturen als sozialschädliches Gefühl. Zugleich ist er durch und durch gesellschaftlich und nährt sich vom Vergleich. Wie sollte der Mensch ohne Mitmenschen zum Neider werden? Deshalb kann Neid auch ein Warnmelder bei tatsächlichen Ungerechtigkeiten sein. Umgekehrt ruft Kritik an sozialen Missständen reflexartig Neidvorwürfe hervor. Was unterscheidet den Neid von der Missgunst oder der Eifersucht? Wie lassen sich Neidimpulse, die auch das Leben der Neidenden vergiften, gesellschaftlich beherrschen und persönlich verkraften?

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