Kaum ein mittelalterlicher Heiliger ist so populär wie Franz von Assisi. Er gilt als Prediger radikaler Armut, als Freund der Tiere und Poet der Schöpfung. Doch das vertraute Bild ist das Ergebnis vieler Deutungen. Seit Jahrhunderten wird Franziskus für unterschiedliche Anliegen in Anspruch genommen. Sein 800. Todestag ist Anlass für einen kritischen Blick auf diese Deutungen. Wie konnte aus einem unbequemen Armen eine Ikone der Heiligkeit werden? Und was bleibt von seinem ursprünglichen Charisma, wenn sich Papst und Kirche, Umweltbewegung und sogar Politik bis heute auf seinen Namen berufen?
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