Aus Calgary, wo er am nächsten Tag ein Pokalrückspiel mit den Vancouver Whitecaps hat, spricht Thomas Müller mit Johannes B. Kerner über die Viertelfinals dieser WM und über Deutschland.
Er erklärt, warum Tuchel nach dem Sieg Recht hatte, unzufrieden zu sein, und wie Bellingham vom Reporter aufs Glatteis geführt wurde. Er sieht Frankreich als stärkstes Gesamtpaket, Spanien als kontrolliertestes Team. Argentinien spielt tricky, nicht schmutzig, aber sie machen es Schiedsrichtern schwer. Embolo hat die Sicherung durchgebrannt und die gelb-rote Karte verdient.
Zu Deutschland sagt Müller, was er schon vor dem Turnier gesagt hat: Wir haben keine Spieler, die verlässlich 30 Scorer pro Saison liefern. Und wenn die vermeintlichen Superstars dann noch auf fachfremden Positionen spielen, ist das Konzept falsch aufgesetzt. Das Problem von Wirtz und Musiala ist, dass sie einen Hauch zu lange zögern, bevor sie abspielen.
Außerdem: Klopp als TV-Kollege. Uli Hoeneß wichtigster Karriere-Tipp. Was Maradona vor der WM 2010 über ihn dachte. Sein Geheimnis, auch in großen Spielen locker zu bleiben: manchmal musst du dir selbst gegenüber ein guter Schauspieler sein.
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