Parteien der rechten Mitte stecken seit einigen Jahren international in einer ernsten Krise, sagt unser Gast Thomas Biebricher, Heisenberg-Professor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Politische Theorie, Ideengeschichte und Theorien der Ökonomie. Immer schlechter werdende Wahlergebnisse und die Herausforderung durch den Rechtsautoritarismus setzen ihnen in vielen Ländern Europas und darüber hinaus zu. Woran das liegt und welche Folgen der konservative Niedergang für liberale Demokratien hat, analysiert Professor Biebricher in seinem Buch „Mitte Rechts: Die internationale Krise des Konservatismus“ und in weiteren Publikationen. In dieser Folge sprechen wir mit ihm über seine internationale Krisendiagnose und was sie für Deutschland bedeutet. Wie steht es um die Union angesichts des bundesweit voranschreitenden Aufstiegs der AfD? Wie ist der bedrohliche Erfolg des Rechtsautoritarismus zu erklären und was können die demokratischen Parteien dagegen tun? Was es eigentlich bedeutet, in einem prodemokratischen Sinn „konservativ“ zu sein, erklärt Thomas Biebricher ebenso wie seine These, dass das Schicksal dieses Mitte-Konservatismus uns alle angeht.
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